„Die Erde ist uns gemeinsames Gut“

In unserem Betrieb haben Werte wie Verantwortung, Achtung vor dem Leben sowie Wertschätzung einen hohen Stellenwert. Der Begriff Vielfalt ist für uns nicht nur ein Schlagwort, sondern wir sehen darin einen Auftrag, neben gärtnerischen Produkten, wie Gemüsepflanzen oder Kräuter je nach Saison auch Erzeugnisse aus dem Kürbisanbau sowie Produkte aus der Tierhaltung, wie Freilandschweine und Geflügel, anzubieten. Aus Überzeugung und Liebe zur Natur bieten wir den Tieren eine Haltung im Sinne des Tierwohles. Was immer wir zum Verkauf anbieten, stammt aus eigener Produktion und entspricht den Richtlinien von Bio Austria.

Ethische Überlegungen zur Schweinehaltung

Aus dem Buch „Schweineglück; Die Bibel der Schweine“
Mit freundlicher Genehmigung des Autors Peter Steffen

Man kann die Bemühungen um artgemäße Nutztierhaltung auch als einen Kulturbeitrag verstehen. Denn die Kultur einer Gesellschaft zeigt sich nicht nur in der Anzahl von Museums- und Konzertbesuchen, sondern auch und gerade im Umgang mit der Natur, insbesondere der empfindlichen Natur: den Tieren. Hier ist der Bauer ebenso aufgerufen wie jeder von uns als Verbraucher. Denn nur wenn wir einen solchen „Kulturfortschritt“ wertschätzen und auch bereit sind, auftretende Mehrkosten durch höhere Preise mitzutragen, wird sich für die Tiere in den Ställen etwas ändern. In einer Wohlstandsgesellschaft wie der unsrigen ist das weniger eine Frage des Einkommens als vielmehr eine Frage der Einstellung.


Fleisch von natürlich gehaltenen Tieren, denen der Stress von langen Transporten und Schlachthofleid erspart bleibt, ist hochwertigst, sowohl was die Qualität des Fleisches, als auch des Fettes anlangt. Die Werte der mehrfach ungesättigten Fettsäuren von derlei Fleisch bewegen sich in einer Größenordnung wie es etwa Olivenöl beinhaltet. Gehen wir in unserer Ernährung und Tierhaltung um 50, 60 oder 70 Jahre zurück. War damals nicht Schweineschmalz ein wertvolles „Lebens-Mittel“? Es wurde nicht nur zum Zubereiten des kostbaren Sonntagsbratens verwendet, sondern diente auch als Heilmittel für Pflaster bei Verrenkungen, Verstauchungen, Prellungen und offenen Wunden.


Wir leben heute in einer Welt, in der Fleisch in großen Mengen „produziert“ und verspeist wird. Und die meisten Menschen, die dieses verzehren, denken wohl kaum darüber nach, ob es nicht durch seine, heute vielfach keinesfalls artgerechte Haltung aus ernährungsphysiologischer Sicht wertlos bis ungesund für unseren Organismus ist. Wir Menschen des 21. Jahrhunderts sollten mit allem zu Gebote stehenden Ernst nicht nur über eine deutlich veränderte Einstellung in Bezug auf das kollabierende Klima vorausdenken sondern auch unser, zum Teil keinesfalls den Begriffen von Moral und Ethik entsprechendes Verhalten den Haustieren gegenüber grundlegend neu gestalten. Denn genau an diesem Punkt fällt die Entscheidung darüber, ob uns das Fleisch von Tieren als wertvolles „Lebens-Mittel“ dienen kann oder aber lediglich zur zwar bauchfüllenden, aber wertlosen Mahlzeit gereicht.

Prof. Dr. Bernd Gerken, im Oktober 2007
Eh. Prof. der Fachhochschule Lippe und Höxter
Lehrgebiet Tierökologie


Das Leid der Tiere manifestiert sich in deren Fleisch, es macht nicht nur die Tiere krank sondern auch uns und unsere Seele. Denn: Unser Gewissen schläft nicht, auch wenn wir es vorübergehend betäubt und abgeschaltet haben.
Peter Rosegger